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Die Anderen

RONALDO

Ich glaube kein anderer Spieler war mir immer so präsent wie Ronaldo. Irgendwie verfolgt er mich, seit ich begonnen habe, zur Freude von Eltern und Freundinnen, Fußballereignisse möglichst nicht zu verpassen.

Einerlei. Seit 1995 (oder schon 1994?) verfolgt mich dieser leicht überbissiger Weltklassestürmer. Das erste mal war das beim Uefa Cup Match PSV Eindhoven gegen Bayer Leverkusen. Gebannt hörte ich aus dem Nachbarland von einem Brasilianer, der eigentlich jedes Spiel trifft und den gegnerischen Abwehrreihen keine Chance lässt. Abwehrspieler degradiert und mit dem Ball eng am Fuß durch die Reihen tanzt und eben eines tut: treffen.

Eigentlich gab es sowas wie Ronaldo vorher nicht. Es gab van Basten, ein kompletter Stürmer, oder Völler, das Schlitzohr. Klinsmann den Fighter oder Romario. Aber Ronaldo war neu und anders. Er war wahnsinnig schnell und wusste das mit Tricks und einer ungeheurlichen Exaktheit beim Torschuß zu einer Perfektion zu paaren, die mich magsich an den Fernseher zog.

Es war 1995 und ich schaute ihm zu. Ich wusste ich hatte ihn schonmal gesehen. Die Ohren, das
Gebiß mit Zahnspange...1994 als die Kamera die Bank der brasilianischen Nationalmannschaft streifte saß er da und grinste. Ronaldo war da, auch bei der ersten WM, an die ich mich auch völlig erinnern darf. Aber er hat nicht gespielt.

Sein Stern wuchs aber in den nächsten vier Jahren. Er strahlte über allen.
Bei Inter Mailand bekam er auch seine Werbestrategisch so wichtige Nummer 9. Sein MArkenzeichen. Der Inhaber dieser Nummer, Ivan Zamorano, durfte die 18 haben. Mit einem Klebeband schummelte er ein Plus auf sein Hemd. Eine Art stiller Protest gegen den Übermächtigen.
In dieser Zeit gewann er fast alles. Pokal der Pokal Sieger mit Barca. (An alle die das nicht mehr kennen, können per E-mail gerne nachfragen, ich helfe gerne aus.)

Aber auch Ronaldo sieht ein Gesicht vor sich wenn er Nachts schweißgebadet erwacht: Yves Eigenrauch.
Der Schalker, mit nicht unähnlicher Physionomie, trieb ihn zur Verzeiflung. 1998. Yves sagte einmal in einem Interview, er habe so gut gegen Ihn gespielt, weil er eigentlich nicht wusste wer er war. Das versteht nur jemand der Eigenrauch nicht kennt.
Jemanden zu finden der beide nciht kennt ist mit Sicherheit schwer, wie auch für diese kleine Anekdote nicht von belang.

Mailand gewann übrigens trotzdem gegen Schalke im Viertelfinale, doch nicht Ronaldo schoß die schwarz-blauen weiter, sondern Taribo West. Der ist aber auch nciht weiter von belang.

1998 mit dem WM Finale beginnt etwas, was das Wort Leidenszeit neu definieren könnte. Ronaldo fehlt auf dem Spielberichtsbogen im Finale. Er sei im Hotel zusammengebrochen, munkelte die Presse. Mit Schaum vorm Mund, sagte man. Kann nicht spielen, hieß es.

Er lief auf, spielte schwach, Brasilien verlor und Ronaldo? Er spielte in den nächsten 4 Jahren kaum Fußball. Das Knie, stahl dem Künstler seine besten Jahre. Ich erinnere mich, wie ihm bei einem Comeback im ersten Spiel, ich glaube gegen Lazio, wieder die Bänder im Knie rissen. Aus ist es, sagte man. Der spielt nie wieder, hieß es. Ronaldo lacht nicht mehr, munkelte die Presse.

2002, war er wieder da. Gewann für Brasilien die WM. Er war kräftiger, er tanzte nicht mehr.
Er hat etwas verloren. Die Anmut, das Besondere, das Phänomen...ich sah es nicht mehr. Aber er trifft noch. Doch das tun andere auch.

Doch bei der WM 2002 streifte die TV Kamera mal die brasillianische Bank. Da saß einer, spielte auch schon. Mit breitem Grinsen, und wird mich hoffentlich ebenso verzaubern wie damals der große Ronaldo, 1995 mit Eindhoven, als ich mich so auf ihn gefreut habe.
6.6.06 22:27


Die Leiden eines Trainers oder Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß

Pawel Janas ist? Richtig: polnischer Nationaltrainer, zumindest Stand heute, 01.06.2006, 00:06. Dieser Herr mittleren Alters hatte eine Torwartdiskussion, vor der WM. Wen wunderts in Deutschland wenn er sowas hört? Richtig, keinen. Towartdiskussionen sind übrigens bei einigen Turnierteilnhmern übrigens völlig out oder absolut in.

England zum Beispiel diskutiert nicht, weil: hat keinen Vernünftigen.

Frankreich zum Beispiel diskutiert, weil: hat einen Vernünftigen, der darf aber nicht. Dafür darf der, der nicht so gut ist aber immer durfte. Das ist schon eine Diskussionsgrundlage.

In Polen war es so: Der der wollte, könnte auch, viele wollten auch das er dürfe, aber er spielt nicht.
Herzlich Wilkommen Jerzey Dudek, Ersatztorwart vom FC Liverpool, in dieser kleinen Posse, die vieleicht Pawel Janas, polnischer Nationaltrainer, zumindest Stand heute, 01.06.2006, 00:11, den Job kosten könnte.

Und jetzt kommt der der darf und wollte obwohl viele nicht wollte das er dürfe - einschließlich Jerzey Dudek. Wilkommen Artur Boruc, Stammkeeper bei Celtic Glasgow.

Das war der erste Akt. Der Zweite besteht aus einer Medienschlacht, in der Janas, polnischer Nationaltrainer, Stand heute..., seine Entscheidung verteidigt und Dudek rumheult wie ein Mädchen, weil er ja schließlich die Champions League 2005 gewonnen habe. Er hätte ja den Elfmeter für Liverpool im Finale gegen Milan gehalten und so wieter und so fort. Diese Heldentat hat übrigens nicht mal seinen Verein davon abgehalten, ihn durch einen sehr durchschnittlichen spanischen Torhüter zu ersetzten, der auch nur Ersatz ist.

Die Spanier haben auch keine Torhüterdiskussion, aber sie haben zumindest einen.

Aber zurück zu Thema und einen kurze Zusammenfasung vor dem letzten Akt:

Pawel Janas, polnischer..., ist sehr genervt, ob der Kritik aus Funk, Volk und Fernsehen, steht aber zu siener Entscheidung, Boruc die Eins und Dudek darf nicht mitmachen. Jerzey Dudek, nun schon fast chronisch beleidigt.

30.05.2006. Polen verliert in einem Vorbereitungsspiel gegen die nicht für die WM Quaifizierten Kolumbianer mit 1:2. Den Siegtreffer erzielt - der kolumbianische Torwart. Mit einem Abstoß aus der Hand, der raketengleich nach einem Aufsetzer im polnischen Strafraum, von Stammtorwart Artur Boruc über seine Händen und unter der Latte ins Tor gelassen wird.

Was lernen wir daraus?
In Kolumbiern ist die Torwartdisussion, so es denn eine gab, aprubt verstummt.
Und für Pawel Janas,..., und seinen Torwart bleibt nur noch das Zitat von Andi Brehme.
2.6.06 00:32


Italiener

Über unsere blau-weißen Freunde Hohn und Spott zu schütten in diesen Tagen ist etwa so einfach wie ihren Fußball langweilig zu finden. Aber mir ist aufgefallen, dass bei Ihnen die Nerven blank liegen, eine Woche vor der WM. Gegen die Schweiz, ein potentieller Dauerabonennt auf den Fifa-, Uefa-, DFB- und Nobel-Fairnesspreis, musste sich von entfesselten Azurri in Grund, Boden, Knie und Oberschenkel treten lassen.

Dabei haben sie doch keinen Grund. Sie sind in Deutschland, dem Mutterland der Fußballskandale. Wir haben schon Spiele in Aufzügen verschoben, das ist die "alte Dame" Juventus noch mit der Trommel um den Tannenbaum gehüpft.

Okay, wir haben nachgelassen. Statt schwarzen Geldkoffern, nehmen unsere Schiedsrichter einen Flachbildschirm und ein par tausend Bar auf die Kralle.
Auch mit so spektakulären Telefongesprächen könne wir nicht dienen. Man möge sich das nur mal vorstellen: Uli Hoeness ruft Markus Merk an und beschwert sich, dass Schalke immer bevorteilt wird. Der fistelt zurück: "Gib mir nur 4 Minuten."

Also liebe Italiener, regt euch nicht auf. Genießt euren Aufenthalt. Und an alle Juve Spieler: Keine Angst, in der Serie B verdienen die Schiris noch viel weniger, es geht also bestimmt flott wieder nach oben.

Ach ja, und lasst bloß die Schweizer stehen, die haben euch nun wirklich nix getan.
1.6.06 23:16





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