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Wir sind Weltmeister!

Wir sind Weltmeister!
9.7.06 22:39


Ein Fahnenmär

Na ist das nicht ne Stimmung? Herrlich.

Ich erinner mich noch vor ertwa zwei Monate gabs zwei Dinge, mit denen ich mich als bekennender Fußball Optimist auseinander setzten musste. Gespött und kontroverse Euphorie. Die Sprüche? Das übliche, vor jedem größeren Turnier seit gefühlten 10 Jahren. Vorrunde? Schaffen die nicht. Das Gleiche, was die Einfältigen immer von sich geben, wenn sie ein Thema, von dem sie keine Ahnung haben, detailiert anaysieren.

Wir wollen eine WM freie Zone sein, hieß es da.

Wie einfallsreich. Und heute?

Die eine trägt ein Deutschland T-shirt und die anderen philosophieren, wo sie denn nun und mit wie viel Leuten sie die WM gucken. Schwierige Entscheidung, wenn man so vielen Menschen wie nur möglich Wochenlang erzählt hat, wie langweilig Fußball, wie schlecht die Deutschen sind und wie überschätzt die WM ist.

Alles vorbei. Ob nun aus Überzeugung oder weggefegt vom Mediensturm der WM, ich weiß es nicht.

Aber was soll ich auf meinen Kollegen rumhacken, ganz Deutschland wiegt sich in einen fast schon erschreckenden Trance ähnlichen Zustand. Das letzte mal als so viele Fahnen vor deutschen Fenstern hingen, waren die rot und hatten schwarze Kreuze drauf.

Bei manch geschmücktem Balkon bin ich mir aber nicht so sicher ob die das Zeug wirklich haben wollten, oder es im 1 Euro Laden einfach nur so verführerisch billig war.

So ich muss jetzt weg hier - ich muss mein Deutschland Trikot waschen, das ich mir vor drei Wochen noch schnell gekauft habe. Ich brauchs ja übermorgen, wenn Deustchland spielt.
7.6.06 22:37


RONALDO

Ich glaube kein anderer Spieler war mir immer so präsent wie Ronaldo. Irgendwie verfolgt er mich, seit ich begonnen habe, zur Freude von Eltern und Freundinnen, Fußballereignisse möglichst nicht zu verpassen.

Einerlei. Seit 1995 (oder schon 1994?) verfolgt mich dieser leicht überbissiger Weltklassestürmer. Das erste mal war das beim Uefa Cup Match PSV Eindhoven gegen Bayer Leverkusen. Gebannt hörte ich aus dem Nachbarland von einem Brasilianer, der eigentlich jedes Spiel trifft und den gegnerischen Abwehrreihen keine Chance lässt. Abwehrspieler degradiert und mit dem Ball eng am Fuß durch die Reihen tanzt und eben eines tut: treffen.

Eigentlich gab es sowas wie Ronaldo vorher nicht. Es gab van Basten, ein kompletter Stürmer, oder Völler, das Schlitzohr. Klinsmann den Fighter oder Romario. Aber Ronaldo war neu und anders. Er war wahnsinnig schnell und wusste das mit Tricks und einer ungeheurlichen Exaktheit beim Torschuß zu einer Perfektion zu paaren, die mich magsich an den Fernseher zog.

Es war 1995 und ich schaute ihm zu. Ich wusste ich hatte ihn schonmal gesehen. Die Ohren, das
Gebiß mit Zahnspange...1994 als die Kamera die Bank der brasilianischen Nationalmannschaft streifte saß er da und grinste. Ronaldo war da, auch bei der ersten WM, an die ich mich auch völlig erinnern darf. Aber er hat nicht gespielt.

Sein Stern wuchs aber in den nächsten vier Jahren. Er strahlte über allen.
Bei Inter Mailand bekam er auch seine Werbestrategisch so wichtige Nummer 9. Sein MArkenzeichen. Der Inhaber dieser Nummer, Ivan Zamorano, durfte die 18 haben. Mit einem Klebeband schummelte er ein Plus auf sein Hemd. Eine Art stiller Protest gegen den Übermächtigen.
In dieser Zeit gewann er fast alles. Pokal der Pokal Sieger mit Barca. (An alle die das nicht mehr kennen, können per E-mail gerne nachfragen, ich helfe gerne aus.)

Aber auch Ronaldo sieht ein Gesicht vor sich wenn er Nachts schweißgebadet erwacht: Yves Eigenrauch.
Der Schalker, mit nicht unähnlicher Physionomie, trieb ihn zur Verzeiflung. 1998. Yves sagte einmal in einem Interview, er habe so gut gegen Ihn gespielt, weil er eigentlich nicht wusste wer er war. Das versteht nur jemand der Eigenrauch nicht kennt.
Jemanden zu finden der beide nciht kennt ist mit Sicherheit schwer, wie auch für diese kleine Anekdote nicht von belang.

Mailand gewann übrigens trotzdem gegen Schalke im Viertelfinale, doch nicht Ronaldo schoß die schwarz-blauen weiter, sondern Taribo West. Der ist aber auch nciht weiter von belang.

1998 mit dem WM Finale beginnt etwas, was das Wort Leidenszeit neu definieren könnte. Ronaldo fehlt auf dem Spielberichtsbogen im Finale. Er sei im Hotel zusammengebrochen, munkelte die Presse. Mit Schaum vorm Mund, sagte man. Kann nicht spielen, hieß es.

Er lief auf, spielte schwach, Brasilien verlor und Ronaldo? Er spielte in den nächsten 4 Jahren kaum Fußball. Das Knie, stahl dem Künstler seine besten Jahre. Ich erinnere mich, wie ihm bei einem Comeback im ersten Spiel, ich glaube gegen Lazio, wieder die Bänder im Knie rissen. Aus ist es, sagte man. Der spielt nie wieder, hieß es. Ronaldo lacht nicht mehr, munkelte die Presse.

2002, war er wieder da. Gewann für Brasilien die WM. Er war kräftiger, er tanzte nicht mehr.
Er hat etwas verloren. Die Anmut, das Besondere, das Phänomen...ich sah es nicht mehr. Aber er trifft noch. Doch das tun andere auch.

Doch bei der WM 2002 streifte die TV Kamera mal die brasillianische Bank. Da saß einer, spielte auch schon. Mit breitem Grinsen, und wird mich hoffentlich ebenso verzaubern wie damals der große Ronaldo, 1995 mit Eindhoven, als ich mich so auf ihn gefreut habe.
6.6.06 22:27


Die Leiden eines Trainers oder Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß

Pawel Janas ist? Richtig: polnischer Nationaltrainer, zumindest Stand heute, 01.06.2006, 00:06. Dieser Herr mittleren Alters hatte eine Torwartdiskussion, vor der WM. Wen wunderts in Deutschland wenn er sowas hört? Richtig, keinen. Towartdiskussionen sind übrigens bei einigen Turnierteilnhmern übrigens völlig out oder absolut in.

England zum Beispiel diskutiert nicht, weil: hat keinen Vernünftigen.

Frankreich zum Beispiel diskutiert, weil: hat einen Vernünftigen, der darf aber nicht. Dafür darf der, der nicht so gut ist aber immer durfte. Das ist schon eine Diskussionsgrundlage.

In Polen war es so: Der der wollte, könnte auch, viele wollten auch das er dürfe, aber er spielt nicht.
Herzlich Wilkommen Jerzey Dudek, Ersatztorwart vom FC Liverpool, in dieser kleinen Posse, die vieleicht Pawel Janas, polnischer Nationaltrainer, zumindest Stand heute, 01.06.2006, 00:11, den Job kosten könnte.

Und jetzt kommt der der darf und wollte obwohl viele nicht wollte das er dürfe - einschließlich Jerzey Dudek. Wilkommen Artur Boruc, Stammkeeper bei Celtic Glasgow.

Das war der erste Akt. Der Zweite besteht aus einer Medienschlacht, in der Janas, polnischer Nationaltrainer, Stand heute..., seine Entscheidung verteidigt und Dudek rumheult wie ein Mädchen, weil er ja schließlich die Champions League 2005 gewonnen habe. Er hätte ja den Elfmeter für Liverpool im Finale gegen Milan gehalten und so wieter und so fort. Diese Heldentat hat übrigens nicht mal seinen Verein davon abgehalten, ihn durch einen sehr durchschnittlichen spanischen Torhüter zu ersetzten, der auch nur Ersatz ist.

Die Spanier haben auch keine Torhüterdiskussion, aber sie haben zumindest einen.

Aber zurück zu Thema und einen kurze Zusammenfasung vor dem letzten Akt:

Pawel Janas, polnischer..., ist sehr genervt, ob der Kritik aus Funk, Volk und Fernsehen, steht aber zu siener Entscheidung, Boruc die Eins und Dudek darf nicht mitmachen. Jerzey Dudek, nun schon fast chronisch beleidigt.

30.05.2006. Polen verliert in einem Vorbereitungsspiel gegen die nicht für die WM Quaifizierten Kolumbianer mit 1:2. Den Siegtreffer erzielt - der kolumbianische Torwart. Mit einem Abstoß aus der Hand, der raketengleich nach einem Aufsetzer im polnischen Strafraum, von Stammtorwart Artur Boruc über seine Händen und unter der Latte ins Tor gelassen wird.

Was lernen wir daraus?
In Kolumbiern ist die Torwartdisussion, so es denn eine gab, aprubt verstummt.
Und für Pawel Janas,..., und seinen Torwart bleibt nur noch das Zitat von Andi Brehme.
2.6.06 00:32


Italiener

Über unsere blau-weißen Freunde Hohn und Spott zu schütten in diesen Tagen ist etwa so einfach wie ihren Fußball langweilig zu finden. Aber mir ist aufgefallen, dass bei Ihnen die Nerven blank liegen, eine Woche vor der WM. Gegen die Schweiz, ein potentieller Dauerabonennt auf den Fifa-, Uefa-, DFB- und Nobel-Fairnesspreis, musste sich von entfesselten Azurri in Grund, Boden, Knie und Oberschenkel treten lassen.

Dabei haben sie doch keinen Grund. Sie sind in Deutschland, dem Mutterland der Fußballskandale. Wir haben schon Spiele in Aufzügen verschoben, das ist die "alte Dame" Juventus noch mit der Trommel um den Tannenbaum gehüpft.

Okay, wir haben nachgelassen. Statt schwarzen Geldkoffern, nehmen unsere Schiedsrichter einen Flachbildschirm und ein par tausend Bar auf die Kralle.
Auch mit so spektakulären Telefongesprächen könne wir nicht dienen. Man möge sich das nur mal vorstellen: Uli Hoeness ruft Markus Merk an und beschwert sich, dass Schalke immer bevorteilt wird. Der fistelt zurück: "Gib mir nur 4 Minuten."

Also liebe Italiener, regt euch nicht auf. Genießt euren Aufenthalt. Und an alle Juve Spieler: Keine Angst, in der Serie B verdienen die Schiris noch viel weniger, es geht also bestimmt flott wieder nach oben.

Ach ja, und lasst bloß die Schweizer stehen, die haben euch nun wirklich nix getan.
1.6.06 23:16


Grundsätzliches

Eigentlich bin ich nur einer von Vielen. Von knapp 80 Millionen. Einer von denen, die es besser wissen. Einer, der es besser wusste, als es schon längst besser zu wissen war und genug abgeguckt hat um felsenfest behaupten zu können: ja ich wusste es besser - und zwar vorher.

Also warum können wir dann verdammt nochmal seit Jahren nicht gegen einen "Großen" gewinnen? Wir wollen doch. Wir verezhren uns nach einem Sieg gegen Argentinien, oh wär das schön, Frankreich, ja mon dieu oder gar...BRASILIEN, ein gesamtdeutscher Orgasmus würde das Land vor Vergnügen tagelang schütteln. (Nein, wir können es drehen und wenden, die USA sind kein "Großer", und es ist mir egal an welcher Stelle die in der Weltrangliste stehen. Die können nix!!)
Also warum geht es nicht?

Obwohl ich es doch vorher gewusst hab, wie einfach es ist...

Ist die Torwartfrage geklärt (bei uns früher war es immer der schlechteste, der unbeliebteste oder der, der zu spät "kein Torwart" gerufen hat) steht einem als Taktiker die Welt der Systeme offen. Aber welches passt zum deutschen Kollektiv?

Um das herauszufinden muss man den deutschen Fußball kurz in seiner Gesamtheit betrachten. Auf der Habenseite steht: Kampf, der unvermeidliche, Talent,...ach sagen wirs doch offen: unsere drei besten Spieler kommen aus dem Ausland, Polen (Poldi, Miro) und Bayern (Schweini), und...das deutsche Gen.

Was ist das? Zitieren wir einen Engländer. (Der geneigte Leser, der ersten Seite mag jetzt verschreckt vom Stuhl rutschen, aber es ist wahr): "Fußball ist ganz einfach," sprach Gary Lineker, englischer Stürmer "ein Spiel, bei dem 22 Spieler mit einem Ball gegeneinander spielen, und zuletzt gewinnt immer Deutschland."

Aber warum? Weil uns sonst keiner mag.
Haltlos?
Wer hat den Grand Prix d´Eurivision de Chansons gesehen? Unser Beitrag war gut, ohne Zweifel, aber wer hat für uns gestimmt? Niemand! Eine leicht betrunkenen Kolonie auf Mallorca hat es geschafft ihre Roamingkosten für 3 mickrige Punkte in die Höhe zu treiben. Aber sonst? Die Skandinavier? Nein.
Osteuropa? Ein kollektives Nein.
Die Italiener? Ha, von wegen.
Die Franzosen oder Holländer...na ja gut, das wär auch wirklich zuviel verlangt.

Also bleibt festzuhalten: uns mag keiner. Und deshalb müssen wir auch immer Gewinnen, denn der, der penetrant unverdient gewinnt wird nie gemocht. In der Schule nennt man das Streber.

Gut fassen wir zusammen. Viel Kampf, geklautes Talent und ein deutsches Gen.

Und Ballack.

Oh Ballack. Ein Sachse. Nichts geklautes. Etwas gemachtes, okay von der DDR, aber immerhin Made in Germany. Ein Führungsspieler, ein, für alle Klinsmannschendiktionsjünger, Leader. Ein Weltklassespieler. Was kann er? Nun auffällig schnell ist er nicht, Dribbeln, mmhh kann er auch nicht. Und er versteckt sich, sagen die Experten, wenns eng wird. Also was kann er?

Er macht Tore!

Tore, damit sind wir wieder bei der Einfachheit des Fußballs vom Torwart aus nach vorne. Denn Tore sind im Fußball alles. Und Ballack macht sie. Und deshalb gewinnen wir auch bald wieder gegen einen "Großen". Denn wir machen eins mehr als der "Große", wenn es soweit ist. Das ist unsere Taktik.

Und das hab ich vorher gewusst. Sie auch?
1.6.06 23:01


Es geht los.

Darf ich? -Nein! Warum nicht? -Du bist doch kein Engländer!!

Nein das stimmt. Das bin und war ich nicht. Also verbot mir meine Freundin konsequent im Mallorca Urlaub Anfang Mai zum Abendessen meine neues Deutschlandtrikot zu tragen.

Kein Adler also am Buffet, während viele Beckhams und vorallem Rooneys sich bedienen durften. Ich ballte meine Faust regelmäßig um sämtliches Besteck.

Aber mal ehrlich: ich war grundsätzlich froh nicht in eine Ecke mit Fans aus Britannien gestellt zu werden. Mein privates Vorurteil gegenüber unseren europäischen Freunden von der Insel, entwickelt sich seit etwa einem Jahr. Damals, auf Gran Canaria, wurde mein Betrachten der sich fröhlich entblößenden Skandinavierinnen penetrant von gröhlenden Engländern gestört.
Als störend empfand ich auch das Äussere - und manchmal erschrickt sich meine größere liberale Seite meines Characters über dieses harte Fundament des Voruteils aber ich zog häufig fast angewidert meine Sonnebrille hoch: massig, tätowiert, halbnackt und ohne Haare. Das Aussehen passte also recht genau auf meine Vorstellung, die die Laute im Vorfeld gemalt hatten. Mit langen Haaren ist das dann übrigens die weibliche Variante.

Am Flughafen in Palma kam dann Anfang Mai also das Déja vu. Unter einem für alle sichtbar und per Zeichnung auch für alle Verständlich gemachten NICHT RAUCHER Schild tummleten sich 2 Rooneys und ein Beckham samt Frauen und steckten sich gegenseitig die Zigaretten an. Ein spanischer Polizist traute seinen Augen kaum und ging, samt umgeschnallter automatischer Waffe in die Richtung...doch obwohl er noch diskutieren musste ist wirklich nichts passiert. Erschreckend, dass ich mir schon ausgemalt hatte, wie ich hinter dem Gepäckband Deckung vor umherfligenden Kugeln suchte.

Wie schon erwähnt: ich bin wirklich liberal. Extremismus ausserhalb des Fußballplatzes liegt mir eigentlich fern. Aber es nähert sich die WM und was bleibt uns noch anderes Übrig als zumindest zu versuchen andere Nationen im sozialen Umgang als schlechter darzustellen, wenn unsere Elitekicker es auf dem Feld nicht wirklich schaffen. Ja, ich kann den Aufschrei bis hier hören: Mein Gott, noch einer der die Mannschaft runter macht. Nein, natürlich nicht. Wir werden Weltmeister. Alles Weiter unter: die Deutschen.

Aber zurück zum Trikot. Daran kam ich übrigens am Kölner Flughafen. Ein Sportgeschäft im Sicherheitsbereich hatte die roten Hemden reduziert und sich somit in Besitz der Hälfte meines Urlaubsgeldes gebracht. Das erste Überziehen war ein interessantes Ereignis. Meine Freundin schlief schon und ich schlich mich ins Zimmer, an den Schrank, nahm es behutsam aus der Tüte, hielt kurz die Luft an als ich dachte ertappt worden zu sein und schlich dann wieder heraus.

Halt, wird jetzt mancher denken, ist das nicht ein bißchen viel Aufwand für das Anprobieren eines roten kunststoff Hemdes. Nein, fand ich zumindest während draußen kein lauer Mallorquinischer Abend auf uns wartete sondern sehr deutscher Wind und Regen. Und auch deswegen wollte ich aus der ersten Begegnung mit dem Trikot einen besonderen Moment kreieren.
Ich muss gestehen, es war vieleicht auch die halbe Flasche Wodka die mich in einen kleinen patriotischen Rausch versetzt hatte an diesem Abend. Doch irgendwie passte alles: Drauß rauschte der Wind, drinnen war das Licht gedämpft und ich zog das Hemd über, in gespannter Erwartung. So musste sich Frodo gefühlt haben, als er zum erstenmal den Ring überstreifte, oder Arthus als er Exkalibur aus dem Stein zog. Oder Andi Brehme als er uns 1990 zum Weltmeister schoß. Erhebend aber auch belastend, beengend aber auch mächtig.
Das ich mich damit vor einen Spiegel gestellt habe und mit hinter dem Po verschränkten Händen leise die Nationalhymne gesummt habe schreibe ich heute auch dem Vodka zu. Aber es war für mich auch ein Zeichen: Ja, es geht Los. Und nein, auch morgen werde ich dich nicht zum Frühstück tragen, denn ich bin ja kein Engländer.

(Rechtschreibfehler sind im Preis mit drin)
31.5.06 22:21





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